Ein Kunde hat sein Produkt zusammengestellt. Im Browser sieht alles richtig aus. Für dein Team beginnt die Arbeit aber erst jetzt: Welche Ausführung wurde gewählt? Welche Bauteile gehören dazu? Und wo wird der Auftrag weiterbearbeitet?
Ein 3D-Konfigurator sollte diese Fragen mit seiner Ausgabe beantworten. Die Darstellung und die Weiterverarbeitung müssen dieselbe Auswahl beschreiben.
Eine Konfiguration eindeutig speichern
Am Beispiel eines Modulschranks gehören Masse, Module, Oberflächen, Fronten und Zubehör zum Ergebnis. Ein Bild hilft beim Verständnis, ersetzt diese Angaben aber nicht. Vertrieb und Werkstatt brauchen die gewählten Eigenschaften in einer Form, die sie weiterverwenden können.
Sinnvoll ist eine Kennung für die Konfiguration. Dazu kommen der Stand der Produktdaten und das verwendete Regelwerk. Ändert sich das Sortiment später, bleibt damit nachvollziehbar, auf welcher Grundlage eine frühere Auswahl entstanden ist.
Ein konkretes Beispiel aus unserer Demo
Der abgebildete Schrank hat drei Spalten und zwei Reihen. Links stehen die gewählten Eigenschaften. Über «Bauteile ansehen» lässt sich die Bauteilliste zur Variante aufrufen.
| Angabe im Beispiel | Gewählter Wert | Bedeutung für die Weiterarbeit |
|---|---|---|
| Aufbau | 3 Spalten × 2 Reihen | Der Modulaufbau muss eindeutig beschrieben sein. |
| Farbe | Reinweiss | Die Ausführung muss den passenden Bauteilen zugeordnet werden. |
| Rastermass, B × H × T | 2250 × 700 × 350 mm | Rastermasse und tatsächliche Aussenmasse müssen unterscheidbar bleiben. |
| Nächster Schritt | Anfrage senden | Das Team erhält eine Anfrage zur gewählten Variante. |
Das Beispiel zeigt die Produktauswahl. Ob weitere Unterlagen entstehen oder die Anfrage automatisch in ein ERP gelangt, gehört zum vereinbarten Projektumfang.
Anfrage oder direkte Bestellung?
Bei einer Anfrage prüft dein Team das Ergebnis und erstellt eine Offerte. Der Konfigurator übergibt die Auswahl, die benötigten Kontaktdaten und offene Fragen. Das passt zu Produkten, bei denen Beratung, Montage oder eine fachliche Freigabe dazugehören.
Bei einer direkten Bestellung muss das Ergebnis in den Warenkorb und den weiteren Bestellprozess passen. Artikelzuordnung, Menge, Produktpreis und Varianten müssen im Shop richtig verarbeitet werden. Eine im Browser berechnete Zahl allein genügt dafür nicht. Mehr dazu findest du im Ratgeber zur Shop-Anbindung.
Aus der Auswahl eine Stückliste ableiten
Eine Stückliste übersetzt die gewählte Variante in Bauteile. Beim Schrank wären das beispielsweise Rohre, Verbindungselemente, Tablare, Fronten und Füsse. Für jedes Teil braucht es eine eindeutige Bezeichnung oder Artikelnummer und die passende Menge.
Produktregeln bestimmen, wann zusätzliche Teile notwendig sind. Diese Regeln müssen fachlich freigegeben sein. Wir prüfen sie mit Beispielkonfigurationen, deren Stücklisten dein Team unabhängig nachvollziehen kann.
Die Konfigura-Demo zeigt eine solche Bauteilliste direkt zur gewählten Schrankvariante. Welche weiteren Fertigungsunterlagen ein Projekt benötigt, wird separat festgelegt.
Die Übergabe an ERP oder CRM festlegen
Ein Systemname beschreibt noch keine funktionierende Übergabe. Wir legen fest, welche Daten welches System benötigt, welche Felder dafür vorgesehen sind und wann die Übertragung stattfindet.
Ebenso wichtig: Wie wird erkannt, dass eine Übergabe erfolgreich war? Wer sieht einen Fehler? Und wie wird verhindert, dass derselbe Vorgang beim erneuten Senden einen zweiten Auftrag erzeugt? Diese Fragen gehören in die Planung der Schnittstelle.
Checkliste für deine Prozesskette
- Die gewählte Variante lässt sich eindeutig wiederfinden.
- Eigenschaften und Bauteile passen zur Darstellung.
- Produktdaten und Regeln haben einen nachvollziehbaren Stand.
- Anfrage und Bestellung haben einen definierten nächsten Schritt.
- Die zuständigen Personen erhalten die benötigten Angaben.
- Übergabefehler sind sichtbar und können bearbeitet werden.
Für die erste Besprechung hilft ein Beispielauftrag aus deinem heutigen Ablauf. Daran sehen wir, welche Informationen bereits vorhanden sind und welche der Konfigurator liefern soll. Die weiteren Unterlagen findest du in der Checkliste zur Konfigurator-Planung.
